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AUGUST LONSINGER

SACHLICHE VOLKSKUNDE DER WOLGADEUTSCHEN

SIEDLUNG - OBDACH - NAHRUNG - KLEIDUNG



Lonsinger A. Sachliche Volkskunde der Wolgadeutschen. Verlag Bernhardt Albert Greiner, 1. Auflage 2004. 239 S.


Lonsinger A. Sachliche Volkskunde der Wolgadeutschen.

Nach einem Aufruf der Zarin Katharina, der Tochter des Fürsten Christian August von Anhalt-Zerbst und seit 1762 auf dem russischen Thron, zogen zwischen 1764 und 1767 zahlreiche Bauern, vorwiegend aus Hessen und süddeutschen Ländern, in das Gebiet an der unteren Wolga und gründeten neue Siedlungen mit Namen wie Katharinenstadt, Mühlberg, Philippsfeld, Rosenheim, Warenburg oder Zürich.

Die Kolonisten legten in der neuen Heimat großen Wert darauf, ihre kulturellen Wurzeln zu bewahren. Die für 1914/15 geplanten Feierlichkeiten zum 150-jährigen Jubiläum der Wolgakolonien waren Anlass, mittels Fragebögen volkskundliche Erhebungen durchzuführen. Etwa um 1920 begann auch das ethnographische Museum zu Saratow mit der Sammlung Wolgadeutschen Kulturgutes. Auf der Grundlage der Fragebögen, des Sammlungsgutes im Museum und eigener Beobachtungen in den Kolonien verfaßte August Lonsinger 1925 sein Manuskript.

Er berichtet zu einer Zeit, da die Dorfgemeinschaften noch intakt waren. Intensiv und tiefgründig widmet er sich den Ansiedlungen. Er beschreibt die Baustruktur und die Lage der einzelnen Gebäude im Hof und untersucht ihre Funktion und technische Einrichtung. Detailliert gibt er wieder, mit welchen Nahrungsmitteln Speisen zubereitet wurden und stellt die einheimischen Kultur- und Wirtschaftspflanzen, die Heilkräuter, wie auch die Tiere in Stall und Hof vor. Ausführlich beschreibt er die Tischsitten und die Ess- und Trinkgewohnheiten. Ebenso gründlich und bis in die kleinsten Details schildert er die Kleidung und Trachten der Wolgadeutschen im Wandel der Zeiten. Hierbei, wie auch schon bei der Beschreibung von Haus und Hof sowie der Speisen der Wolgadeutschen, geht der Autor auf den Einfluss der vielfach anderen dinglichen und natürlichen Umwelt auf das Leben der Einwanderer ein. Das Neben- und Miteinander von Althergebrachtem und der in Rußland im Zuge des Kulturaustausches mit den benachbarten Völkern entstandenen Haus- und Hoftypen, Ess- und Kleidungstraditionen bildet den besonderen Reiz dieses reich illustrierten Buches von August Lonsinger.




INHALT

 
Vorwort des Herausgebers

Vorwort

Einleitung

Inhaltsübersicht

I. Obdach

II. Nahrung

III. Kleidung

IV. Schlußwort

Glossar

Auswahlbibliographie

Bildnachweis

Personenregister

Geographisches Register

Sachregister

Karte



VORWORT DES HERAUSGEBERS

Bücher haben ihr Schicksal. Dieses kleine ein besonders trauriges. Es erscheint ein gutes Menschenleben später als geplant und handelt von Teilen einer untergegangenen materiellen Kultur der inzwischen in der endgültigen Auflö­sung begriffenen Wolgadeutschen. Dieser Umstand war dem Herausgeber ein wichtiger und dringender Anlaß, das 1925 entstandene Manuskript »Sachliche Volkskunde der Wolgadeutschen (Siedlung, Obdach, Nahrung, Kleidung)« von August Lonsinger (1881-1953), das in der Engelser Filiale des Staatsarchivs des Gebiets Saratow aufbewahrt wird (Filial Gosudarstvennogo archiva Saratovskoj oblasti v g. Engel'se (EFGASO, f. R-1831, op. l, d. 242-243), für den Druck vor­zubereiten.

Die Erkenntnis, daß angesichts der gewaltigen Veränderungen in den Kolo­nien, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts im Zeichen der Zersprengung der tra­ditionellen Dorfgemeinschaft standen, die materiellen und kulturellen Güter der Kolonisten gesammelt und beschrieben werden sollten, setzte sich bei den führenden Wolgadeutschen Intellektuellen bereits vor knapp 100 Jahren durch. Maßgeblich hat dazu der 1911 in heimatlicher Mundart veröffentlichte Roman »Nor net lopper g'gewa« von August Lonsinger beigetragen. Die Gedankenwelt und das Handeln der literarischen Hauptfigur, Johannes Walker, brachten ei­ne Diskussion über die Notwendigkeit der Pflege und Erhaltung des Wolga­deutschen Kulturerbes in Gang, in der ein anderer bekannter Schriftsteller, Fer­dinand von Wahlberg, die Gründung einer Sektion für die Geschichte der Wol­gakolonien beim »Saratower Deutschen Verein« anregte, die im selben Jahr er­folgte. Von Anfang an ging man in der Sektion das ehrgeizige Ziel an, neben der Erforschung der deutschen Mundarten Schriftstücke und Gegenstände von geschichtlichem Wert zu sammeln, die »in einem Kolonistenmuseum bei dem Ver­ein Aufnahme finden« sollten. Einer der eifrigsten Verfechter dieser Idee war der Lehrer und Schriftsteller August Lonsinger, der sogleich zum Vice-Präses der Sektion gewählt wurde.

Die ursprünglich für 1914 geplanten Feierlichkeiten anläßlich des 150jährigen Jubiläums der deutschen Wolgakolonien, die dann aus Zeitgründen auf das Jahr 1915 verschoben werden sollten, gaben dem Vorhaben einen neuen Auf­trieb. Bis 1914 wurden unter reger Beteiligung von August Lonsinger in fast 100 Wolgadeutschen Kolonien mittels Fragebögen mehrere volkskundliche Erhe­bungen durchgeführt, deren Ergebnisse zum Teil in die vorliegende Arbeit ein­geflossen sind. Der Ausbruch des Ersten Weltkrieges machte jedoch einen dicken Strich sowohl durch dieses Projekt als auch durch andere wichtige Kulturkon­zepte Wolgadeutscher Intellektueller.

Emma und Georg Dinges um 1917.

Eine erneute Hoffnung auf die Fort­setzung der unterbrochenen Kultur­arbeit keimte nach der Februarrevo­lution von 1917 auf, doch der bolsche­wistische Oktoberumsturz erwies sich als neue Bedrohung für die Sicherung des dinglichen und geistigen Gutes der Wolgadeutschen, weil Teile der Wolga­deutschen politischen und kulturellen Elite aus der Zeit vor 1917 entweder zur Auswanderung gezwungen wurden oder, wie August Lonsinger, Georg Dinges und Peter Sinner, von den von Moskau in Führungspositionen einge­setzten deutschen und österreichisch­ungarischen sozialdemokratischen Kriegsgefangenen aus dem Wolgadeut­schen Kulturbetrieb zunächst gezielt ausgeschaltet bzw. stark zurückgedrängt wurden. Später waren es der in die Kolonien hineingetragene Bürger­krieg und die schreckliche Hungerkatastrophe der Jahre 1921-1922, die die Wolgadeutschen an den Rand des Untergangs brachten und jegliche Arbeit in dieser Richtung praktisch unmöglich machten. Der Dichter, Publizist und Hoch­schuldozent Peter Sinner, der 1914 zusammen mit Pastor Johannes Erbes eine Sammlung Wolgadeutscher Volkslieder und Kinderreime herausgegeben hatte, brachte die ganze Tragik der Situation in seinem 1922 erschienenen Artikel »Ein untergehendes Volkstum« zum Ausdruck.

Um so höher muß es vor allem der Leitung des damaligen ethnographischen museums zu saratow und der Volkskundlerin Emma Dinges angerechnet wer­den, daß sie sich gerade um diese Zeit der Sammlerarbeit in den Kolonien zwecks musealer Erfassung Wolgadeutschen dinglichen Gutes widmeten. Sieht man von einigen Kleidungsstücken der Wolgadeutschen in den Beständen des russischen ethnographischen museums im damaligen petrograd ab, die Ende des 19. Jahr­hunderts, als die Stadt noch den stolzen Namen St. Petersburg trug und Ruß­lands Zaren- und Regierungsresidenz war, gesammelt wurden, war das eth­nographische museum zu saratow, das, wohlgemerkt, außerhalb der Wolga­deutschen Autonomie lag, die einzige Einrichtung, die bis zur Gründung des zentralmuseums der ASSR der wolgadeutschen im Jahre 1925 über eine Sammlung von Kleidung und Hausrat der Deutschen an der Wolga verfügte. Nach der Gründung dieses Museums in Pokrovsk (heute Engels) durch Georg Dinges zählte August Lonsinger zu dessen rührigsten ehrenamtlichen Mitar­beitern. Im selben Jahr schloß der Autor die Arbeit am Manuskript über die »Sach­liche Volkskunde der Wolgadeutschen« ab.

Obwohl das Manuskript von August Lonsinger auf langjährigen Studien und Beobachtungen beruht, ist ihm anzumerken, daß es in gewisser Hast entstan­den ist. Als ob der Autor geahnt hätte, daß sich die Zeiten sehr bald ändern könn­ten und das Vorhaben nicht mehr zum Zuge kommen würde. Zweifelsohne hat­te er gute Gründe für derart schlimme Vorahnungen. Seine Erfahrungen während der Arbeit am Manuskript verhießen ihm für die Zukunft wohl noch mehr Ge­genwind. Er mußte sich nämlich einigen ideologischen Zwängen beugen und im wesentlichen auf die materielle Kultur der armen Bevölkerungsschichten be­schränken. So verzichtete der Autor offensichtlich nicht zuletzt aus diesen Grün­den auf die Beschreibung der Frauenhauben, die in ethnographischer Hinsicht sehr interessant sind und an deren Mustern ihr hessischer Ursprung unver­kennbar zum Vorschein kommt. Er wusste um die Mängel und Unvollkommen­heit seiner Studien und wies darauf auch im Vorwort zur Arbeit hin. Trotzdem entschloß sich der Autor, deren Ergebnisse wenigstens in angepaßter Form zu veröffentlichen. Doch dazu kam es leider nicht. Die Frage nach dem Warum muss allerdings noch geklärt werden. Eigentlich hätte die damalige offizielle Po­litik nicht zwangsläufig zu einem Druckverbot führen müssen. Und wenn man bedenkt, dass August Lonsingers Vorhaben vom Museumsleiter Georg Dinges von der Planung bis zur Ausführung beratend begleitet wurde, der zudem auch noch einen einflußreichen Förderer in der Person von Johannes Schwab - da­mals Regierungsoberhaupt der ASSR der Wolgadeutschen und früher Lehrer in Dinges' Heimatdorf Blumenfeld — hatte, gab es dafür ebenfalls keinen Grund. Zwischen der Fertigstellung des Manuskripts und seiner Veröffentlichung lie­gen 77 Jahre und epochemachende Ereignisse. Die dazwischen liegende Zeit mit der Zwangskollektivierung und politischen Repressionen gegen die Deutschen an der Wolga war reichlich ausgefüllt mit neuen und viel stärkeren Bedrohun gen für ihre geistige und materielle Kultur als je zuvor. Die endgültige Vertrei­bung der Wolgadeutschen von Haus und Hof, begleitet von der Beschlagnah­me ihrer Häuser und des Hausrats, sowie deren verstreute Ansiedlung in Sibi­rien und Kazachstan entzog schließlich einschlägigen Forschungen die reale Grundlage. So gesehen, war die dingliche und geistige Welt der Wolgadeutschen zur Zeit der Arbeit am Manuskript noch weitgehend intakt. Und so wurde sie, sieht man von einigen ideologisch bedingten Zwängen der Zeit ab, denen sich der Verfasser schließlich beugen mußte, von August Lonsinger der Nachwelt ver­mittelt.

Diese Arbeit sollte sich auch in anderer Hinsicht für den Verfasser als schick­salhaft erweisen. Alle Vorsicht wie auch alle ideologischen Reverenzen halfen dem Autor nichts in späteren und schlimmeren Zeiten, als er des »kulakischen Na­tionalismus« beschuldigt wurde. Ihm wurde paradoxerweise zur Last gelegt, un­ter dem Deckmantel volkskundlicher Forschungen die Lebenswelt der Kulaken zu propagieren und die Welt der Arbeiter und Kolchosbauern zu mißachten. Im April 1935 verhaftet, verstarb August Lonsinger 1953 in der sibirischen Ver­bannung.

Die Veröffentlichung der vorliegenden Arbeit von August Lonsinger ging aus einem gemeinsamen Projekt des Instituts für Deutschland- und Osteuropa­forschung des Göttinger Arbeitskreises (seit 1.1.2002 Abteilung Göttingen des Nordost-Instituts/Institut für Kultur und Geschichte der Deutschen in Nord­osteuropa e. V.) und der Filiale des Staatsarchivs des Gebiets Saratow in Engels hervor und wurde vom Beauftragten der Bundesregierung für Angelegenhei­ten der Kultur und der Medien gefördert. Für die Bereitstellung des Manuskripts zur Drucklegung sei der Direktorin des Archivs in Engels, Frau Elizaveta Eri-na, für die Überlassung von Illustrationen bzw. die Genehmigung des Bild­nachdrucks der Stellvertretenden Direktorin des heimatkundemuseums des ge­biets saratow, Frau Elena Arndt, gedankt. Die Auswahl der Illustrationen nahm der Bearbeiter vor. Dabei war ihm bewußt, daß sie nie einen gleichwertigen Er­satz für die wohl unwiederbringlich verlorengegangenen Zeichnungen des Ver­fassers werden liefern können. Das Literaturverzeichnis, die Anmerkungen, die Register und das Glossar wurden unter Mitwirkung von Frau Marion Hanke (Nordost-Institut, Abteilung Göttingen) erarbeitet, die auch die Redaktion vor­nahm. Ihr sei dafür und für manchen nützlichen Hinweis während der gemein­samen Arbeit am Projekt ebenfalls herzlich gedankt.

Gedankt sei schließlich dem Verlag Bernhard Albert Greiner in Remshalden für die Drucklegung des Manuskripts.

Victor Herdt
Göttingen, im Herbst 2002


VORWORT

Diese bescheidene Arbeit erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, denn ich weiß, daß die gründliche Erforschung der sachlichen Volkskunde einer nationalen Einheit[1] eine langwierige, eigentlich nie ganz zu erschöpfen­de Sache ist. Dazu sind aber, außer einer großen Spanne Zeit, auch eine be­stimmte festgefügte und in ihren Gliedern wohlgeschulte Organisation und viel Geld nötig. Ich befürchte, daß wir in den nächsten Jahren weder dies noch je­nes haben werden; daher fühle ich mich verpflichtet, meine, wenn auch in man­chen Teilen noch unvollkommene, Arbeit »Sachliche Volkskunde der Wolgadeut­schen« zu veröffentlichen.

Das Material zu der vorliegenden Schrift hat sich seit mehr als 10 Jahren bei mir angesammelt und ist das Resultat teils systematischer Forschung, teils zu­fällig gemachter Beobachtungen. Vieles habe ich im Sommer 1925 und 1926 nochmals nachgeprüft; in manchen Fällen aber konnte dies nicht geschehen. Deshalb können vielleicht in einzelnen auch Fehler vorkommen, die, meine ich, durch weitere allgemeine Beteiligung der an der Heimatkunde interessierten Krei­se durch die Presse berichtigt werden können.

Die Abbildungen sind nur zum Teile Photographien, meistens aber von mir selbst gemachte Zeichnungen, die eigentlich mehr schematischer Natur sind; jedoch gebe ich mich der Hoffnung hin, daß es mir gelungen ist, dadurch dem Leser zu einer deutlicheren Vorstellung von der Sache zu verhelfen.[2]

Weiter wird ein strenger wissenschaftlicher Kritiker vieles in dieser Arbeit fin­den, wovon er sagen muß, daß es eigentlich nicht zu einer sachlichen Volkskunde gehört (Mundartlich-Sprachliches, Sitten und Gebräuche, Arbeitsprozesse, Spie­le, Statistisches u.a.m.). Ich war im allgemeinen zwar sehr bemüht, möglichst nahe beim Thema zu bleiben, aber dies konsequent durchzuführen, war ganz unmöglich, da man nicht jedes Ding von seiner Umgebung isolieren kann, wenn man die Sache nicht zu gekünstelt und unnatürlich werden lassen will; zudem ist die sachliche Kultur eigentlich nichts anderes, als vergegenständlichte Geis­testätigkeit, so daß eine scharfe Abgrenzung des Sachlichen vom Geistigen vie­le Unklarheiten lassen würde. Auch ließ ich mich von dem Gedanken leiten, daß die Vorstellung an Klarheit gewinnen wird, wenn sie in der 'Bewegung', Ver­knüpfung und nicht in der 'Ruhe', Isoliertheit geschildert wird.

Mir kam es darauf an, nicht nur einen Beitrag zur Wissenschaft der Volks­kunde zu liefern, sondern auch darauf, unserem Wolgadeutschen Durchschnitts­leser verständlich zu sein, ihm das Herz für Volkskunde zu erwärmen, da sie ja der eigentliche Ausgangspunkt für jeden weiteren kulturellen Fortschritt ist. Ich kann nicht umhin, an dieser Stelle Prof. G. Dinges[3] für so manchen Fin­gerzeig bei der Arbeit herzlichst zu danken. Für freundliches Entgegenkommen im ethnographischen museum zu SARATOW[4] spreche ich der Verwaltung des­selben und dem Leiter der Abteilung Museumswesen, Prof. P. S. Rykow, mei­nen Dank aus.

Saratow, d. 17. Juli 1926

August Lonsinger

 



[1] Hier in der Bedeutung »Volk, Volksgruppe«.

[2] Diese Abbildungen und Zeichnungen sind im Archivbestand nicht mehr vorhanden. Im vor­liegenden Band werden andere Abbildungen veröffentlicht. Die abgebildeten Gegenstände, die zum größten Teil im heimatkundemuseum des gebiets saratow aufbewahrt werden, waren jedoch zur Zeit der Entstehung des Manuskripts fester Bestandteil des Alltagslebens der Wolgadeutschen. Meh­rere davon gehörten auch schon damals zu den Beständen des ethnographischen museums zu saratow und wurden als solche vom Autor in diesem Manuskript direkt beschrieben.

[3] Prof. Georg Dinges (1891-1932) leitete ab 1925 das zentralmuseum der ASSR der wolga­deutschen.

[4] Dieses Museum wurde im Zuge der sowjetischen Kulturpolitik 1929 aufgelöst. Seine Bestän­de gingen an andere Museen. Die Sammlungen zur sachlichen Volkskunde der Wolgadeutschen wurden in die Bestände des saratower heimatkundemuseums integriert und bis 1992 unter Ver­schluß gehalten. Mehrere Gegenstände aus dieser Sammlung sind unwiederbringlich verlorenge­gangen.

 


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