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V. Diesendorf, J. Herber

MARXSTADT MEINE HEIMATSTADT


(Katharinenstadt-Baronsk-Jekaterinograd-Marxstadt-Marx:
Das Schicksal der größten deutschen Kolonie an der Wolga)




Deutschland, 2005




INHALTSVERZEICHNIS

VORWORT

EINLEITUNG

GEOGRAPHISCHER ÜBERBLICK

ÖKONOMISCHE ENTWICKLUNG

DAS BILDUNGS- UND SCHULWESEN

DAS KATHARINENDENKMAL

RELIGIÖSES UND KULTURELLES LEBEN

DAS POLITISCHE LEBEN IN DER STADT

HUNGERJAHRE

INDUSTRIE

EIN NEUES HUNGERPROJEKT

EINE DEUTSCHE TRAGÖDIE

ANHANG

LISTE DER ERSTEN EINWOHNER DER KOLONIE KATHARINENSTADT

EINWOHNERLISTE VON KATHARINENSTADT FÜR DAS JAHR 1798

FAMILIENLISTE DER KOLONIE NORD-CATHARINENSTADT (DIE SO GENANNTE UNTERSTADT) VON 1870




Vorwort


       Über Katharinenstadt/Marxstadt gibt es im Vergleich mit meinen beiden anderen Heimatsorten Rohrgraben und Boaro relativ viel schriftliches Material. Das sind verschiedene Zeitungsartikel, Übersetzungen, noch wenig veröffentlichte Archivmaterialien und nicht in letzter Linie eigene Erinnerungen. Ich beabsichtige hier, eine kleine Sammlung solcher Materialien über Marxstadt zusammenzustellen. Das Material habe ich einige Jahre lang parallel zu den Materialien für meine Familienforschung gesammelt. Da das Material von verschiedenen Autoren stammt, kommt es vor, dass sich die Beschreibungen mancher Ereignisse wiederholen, manche Schilderungen nicht ganz übereinstimmen. Dafür bitte ich den Leser um Nachsicht. Dabei bemühte ich mich, darauf hinzuweisen, und die mehr oder weniger richtige Variante hervorzuheben.

       Da es keine genügenden Möglichkeiten gab, in den Archiven zu arbeiten, stellten sich die Autoren mit dieser Publikation keine ambitiösen Aufgaben. Ihr Ziel war, zu versuchen, nur über einige wichtige Momente aus dem Schicksal von Katharinenstadt zu erzählen, der Stadt, wo viele Generationen der Vorfahren des Herrn Diesendorf lebten. Dabei stützten sie sich auf schon veröffentlichte Materialien, auf persönliche Erinnerungen und auf Erinnerungen von Verwandten, sowie auf persönliche Eindrücke, die sie während ihrer Besuche in Marx in den letzten Jahren gesammelt haben.

       Dass am Anfang nur die Namen von zwei Autoren stehen, ist nicht ganz korrekt, denn in der Sammlung sind auch Artikel enthalten von einigen anderen Autoren, z. B. von A.I. Kirsanow, F. Emich, E.P. Michailowa, von Korrespondenten der Republikzeitung Nachrichten vom Februar 1929. Als Rahmen der Schilderung nahm ich, mit dem gütigen Einverständnis des Autors, den Artikel von Viktor Friedrichowitsch Diesendorf (Moskau), den er seiner Freundin, der heute schon verstorbenen Leiterin des Zentrums für Deutsche Kultur in Marx (Wolga), Frau Eleonore Herdt gewidmet hatte. Die Zusammenstellung und sämtliche Übersetzungen aus dem Russischen ins Deutsche stammen von mir. An dieser Stelle möchte ich allen Beteiligten an dieser Arbeit, auch den Mitarbeitern der Archive in Saratow und Engels, meinen innigsten Dank aussprechen. Ihre Mithilfe machte es möglich, dass ich meinen schon lange gehegten Traum erfüllen konnte, für meine Nachkommen und alle Interessenten eine kleine Übersicht über die Geschichte des Ortes zu schaffen, wo ich von 1934 bis 1941 lebte, wo ich 6 Jahre die damalige Unvollständige Mittelschule Nr. 4 (das Krottennest in der Rotarmistenstraße) besuchte, die zusammen mit meinen damaligen Lehrern die Grundlage für mein weiteres Leben schuf, und von wo wir im September 1941 nach Sibirien deportiert wurden.

Johannes Herber

© DIE GESCHICHTE DER WOLGADEUTSCHEN.