Meine Heimkehr aus der Trudarmee


       Im Kapitel Wie es war erwähnte ich schon, daß ich 1946 eigenmächtig aus der Trudarmee heimgekehrt war. Hier möchte ich etwas eingehender auf dieses Ereignis zurückkommen.

       Als ich im Sommer 1946 erfuhr, daß ich im Juni Urlaub bekäme, begann ich, mich für meine Urlaubsreise nach Hause vorzubereiten. Man hatte uns zwar einreden wollen, wir sollten unsere Familien in den Wald zu uns kommen lassen, aber ich hatte mir nur eins in den Kopf gesetzt: nach Hause und nicht mehr zurückkehren, komme da, was da wolle. Ein älterer Mann aus Boaro, sein Name war Franz, der, wie so manche andere, seine Familie hatte kommen lassen und sich schon ein Holzhäuschen gebaut und einen großen Garten angelegt hatte, wollte mich überreden. Er sagte mir: Junge, hier kann man leben, hole deine Familie her! Ich hatte dem Mann bei der Arbeit viel geholfen und wußte, daß er es gut meinte, in meinem Innern gab ich ihm sogar Recht. Aber ich gab mit meinem Starrkopf nicht nach. Einen Paß hatte nicht, lediglich eine Bescheinigung, daß ich ein Arbeiter der Forstwirtschaft sei und von dann und dann bis dann und dann in Urlaub wäre und daß mein Paß in der Personalabteilung der Forstwirtschaft aufbewahrt würde. Ich verhökerte meine Brotkarte für 10 Tage gegen einen Laib Brot, hatte mir auch etwas Kleidung angeschafft, meistens auch für Brot, das ich mir vom Munde abgespart hatte, und verstaute alles in einen deutschen Soldatenrucksack, den ich auch für Brot eingetauscht hatte. Geld hatte ich gerade so viel, daß ich hätte eine Fahrkarte kaufen können.

       Am 18. Juni 1946 ging ich mit meinem Rucksack auf dem Buckel die 12 km nach Anshero-Sudshensk zum Bahnhof. Eine Fahrkarte verkaufte man mir nicht dazu brauchte man eine Genehmigung der NKWD (Ministerium des Innern), die ich natürlich nicht hatte und als Deutscher auch nie bekommen hätte. Nicht umsonst gab man uns unsere Pässe nicht auf die Hand wie allen anderen. Über uns herrschte die Sonderkommandantur. Wir durften uns ja eigentlich nicht vom Wohnort entfernen. Ich hatte auch gar nicht damit gerechnet, eine Fahrkarte zu bekommen.

       Als der Zug Tomsk Bijsk abfuhr, sprang ich auf das Trittbrett eines Waggons und begann meine Reise. Meinen Rucksack hatte ich auf dem Buckel. Jedes Mal, wenn der Zug anhielt, sprang ich ab, wenn er anfuhr, sprang ich wieder auf das Trittbrett. Manchmal fuhr ich auch auf den Waggonpuffern. In Nowosibirsk war der Bahnsteig von der Lokomotive durch ein Gitter abgesperrt. Dazwischen liefen Milizionäre hin und her. Ich hielt mich ganz vorn bei der ersten Lokomotive auf (der Zug wurde von zwei Lokomotiven gezogen). Nach den Lokomotiven kam zuerst der Postwagen, dann der Gepäckwagen, und dann erst der erste Personenwagen, der aber schon besetzt war. Als der zweite Wagen herankam, war die Geschwindigkeit des Zuges schon ziemlich groß, aber ich schwang mich drauf. Da stand zwar schon ein kleines Mädchen mit einer großen Schüssel auf dem Trittbrett, aber ich klammerte mich mit den Händen fest und drückte das Mädchen an den Waggon. Das Kind (vielleicht 8 Jahre alt) hatte Verständnis und gab mir noch Ratschläge, wie ich mich festhalten solle. Sie fuhr zur nächsten Station zu ihrer Großmutter, und nicht das erste Mal, so daß für sie die Situation nicht neu war. Und ich hatte auch keine andere Wahl, wenn ich nicht zurückbleiben wollte. Als der Zug aus der Stadt draußen war, fuhr er über eine ganze Reihe von Brücken, deren Konstruktionen so nah an den Wagen heranreichten, daß sie meinen Rucksack hinten dauernd anstreiften. Ich schwebte in ständiger Angst, der Rucksack könnte sich an einer Schraube oder irgendwo festhängen. Dann hätte er mich heruntergerissen, und das wäre mein sicherer Tod gewesen. Ich drückte mich so fest es ging an das Kind, das diese Gefahr auch erkannt hatte. Na, Gott sei Dank, alles ging glimpflich vorbei.

       Weiter hatte ich mich mit einem Soldaten bekanntgemacht. Es war ein ganz junger Soldat, ein Altaier (Turkvolk). Er war laut seiner Erzählung 10 Tage zu Hause im Urlaub gewesen bei seiner kranken Mutter. Als er wieder zu seinem Truppenteil zurückgekehrt war, war der weiterverlegt worden. Jetzt wollte er zum Wehrkreisamt seines Wohnorts fahren und dort sein Mißgeschick melden. Er tat mir leid. Wir befreundeten uns unterwegs geradezu. Er gab mir ein weißes Brötchen zu essen, das er in der Tasche hatte. (Meine Verpflegung war ja im Rucksack, und ich konnte unterwegs nicht dran.) Als wir zur Station Altaiskaja kamen, wo ich den Zug verlassen mußte (er fuhr ja nach Bijsk, und ich mußte über Barnaul nach Rubzowka), war es schon Abend. Mein Reisegefährte stieg auch ab. Wir suchten uns im Wartesaal ein ruhiges Plätzchen und wollten Abendbrot essen. Mein Gefährte wollte immer in einer dunklen Ecke Platz suchen, ich bestand aber auf einen freien, hellen Platz mitten im Wartesaal. Ich nahm einen Becher und wollte auf dem Bahnsteig Milch kaufen, um nicht trockenes Brot essen zu müssen. Der Soldat gab mir eine leere Konservendose und 5 Rubel (so viel kostete ein halber Liter Milch) und bat mich, ihm auch Milch zu bringen. Ich ließ den fremden Kerl bei meiner Reisetasche und ging auf den Bahnsteig. Als ich nach 15 Minuten zurückkam, fand ich den Soldaten nicht mehr an der Stelle, wo wir uns eingerichtet hatten. Ich fragte die in der Nähe sitzenden Frauen, sie sagten mir, er sei vor 10 Minuten weggegangen. Ich suchte noch lange, wollte gar nicht glauben, daß der Kerl mich bestohlen hatte. Aber es war so. Ich meldete es der Miliz, aber die meinten, eben sei der Zug nach Barnaul abgegangen, da sei jetzt nichts mehr zu suchen. Das war einer der härtesten Schläge seit meines Lebens in der Trudarmee. Ich wußte, wie es zu Hause mit Kleidung stand und hatte das Beste im Rucksack verpackt und das Schlechteste auf dem Leib. Jetzt war alles hin. Wegen dieses Rucksacks hatte ich mein Leben riskiert. Jetzt hatte ich wirklich keine Lust mehr zu leben. Das Schlimmste war, daß auch der Laib Brot von 2 Kilo fort war. Wie sollte ich denn jetzt meinen Eltern und den hungrigen Geschwistern gegenübertreten? Aber das Leben ging weiter. Ich trank den Liter Milch aus, warf das Geschirr weg, steckte mein Dokument weiter weg und legte mich im Wartesaal auf den Fußboden und schlief ein (ich hatte ja unterwegs zwei Nächte nicht geschlafen). Einmal weckte mich ein Milizionär, prüfte meine Papiere und ließ mich weiterschlafen. Aber gegen Morgen wurden alle, die keine Fahrkarten hatten, aus dem Wartesaal hinausgejagt. Und draußen regnete es. Das waren auch unerhört schwere Stunden bis zum Morgen. Ich wurde ganz naß, fiel um vor Schlaf und Müdigkeit und fror im Regen. Das Wasser lief mir in den Kragen hinein.

       Endlich wurde es hell. Ich lief auf dem Bahnsteig hin und her. Um 8 Uhr kam ein Güterzug mit demobilisierten Soldaten und Offizieren. Er fuhr nach Taschkent, demnach durch Rubzowka, die Station, wo ich aussteigen mußte und 45 km weiter endlich zu Hause war. Ich wagte mich an einen Waggon heran und fragte, ob ich nicht mitfahren könnte bis Rubzowka. Ein älterer Leutnant, der in der Tür saß, schaute sich um und sagte: Steig mal ein, wirst noch ein Plätzchen finden. Auf dem Fußboden des Waggons lag etwas Heu. Ich setzte mich auf ein freies Plätzchen, legte den Kopf auf die Knie und schlummerte sofort ein, halb glücklich und halb traurig. Als sich der Zug in Bewegung setzte, beruhigte ich mich endgültig vor der Angst, ein Kontrolleur könnte mich rauswerfen, weil ich ja keine Fahrkarte hatte. So zur Mittagszeit kamen wir in Rubzowka an. Jetzt stand ich auf dem Bahnhof und wußte nicht, wie ich weiterkommen sollte. Bis nach unserem Dorf Nowojegorjewka waren es ca. 45 km. Diesen Weg hätte ich zu Fuß vor Müdigkeit nicht mehr geschafft. Und ich mußte nur mit einem Fußmarsch rechnen. Es gab keine Busverbindung, und die seltenen Fahrzeuge hätten mich auch ohne Geld kaum mitgenommen. Da entschied ich mich, in unsere Brigade, den Feldstandort, zu gehen. Dorthin waren es nur 27 km. Kurz entschlossen sprang ich auf das Trittbrett eines in Richtung Mamontowo fahrenden Güterzuges. Das Aufspringen war ich ja jetzt schon gewöhnt. Ich konnte mit dem Zug bis zum Stadtende fahren, von dort ging der Weg zur Brigade. Da waren mir 4-5 km Weges geschenkt. Am Stadtende hatte der Zug schon ein schönes Tempo, doch ich sprang glücklich ab. Es war ein schöner Tag, der 20. Juni 1946. Aber, wenn ich an meinen Rucksack dachte und an die bevorstehende Begegnung mit den Meinigen, wurde meine Stimmung wieder traurig. Unterwegs machte ich einige Male Halt, ruhte mich etwas aus und säuberte mich von den Läusen. Läuse gab es von den ersten Tagen an, als wir nach Sibirien kamen bis viele Jahre nach dem Krieg. Die machten nicht Halt, weder vor Soldaten und Offizieren, noch vor Kolchosbauern und Intellektuellen. Die waren einfach überall, auch bei denjenigen, die nicht gehungert hatten. Und es gab allerlei Sorten davon: Kleiderläuse, Kopfläuse und Filzläuse. Läuse hängen nicht nur vom Grad der Sauberkeit, oder vom Grad der Schmutzigkeit ab, sondern auch von der seelischen Verfassung des Menschen.

       Gegen 3 Uhr nachmittags kam ich in der Brigade an. Die Köchin der Brigade erkannte mich sofort. Sie stellte etwas zum Essen auf den Tisch, während sie mich ausfragte, und ich sie. Es stellte sich heraus, daß nur mein Bruder Sascha in der Brigade war. Er war damals 13 Jahre alt. Er kam auch bald von irgendwo herbei. Natürlich erkannten wir uns sofort. Es waren ja nur dreieinhalb Jahre vergangen, seitdem wir uns getrennt hatten. Das war ein Wiedersehen freudig und traurig zugleich.

       Ein Traktorist fuhr am späten Nachmittag mit einem Einspänner einen Traktorenmotor ins Dorf in die Maschinen-Traktoren-Station (MTS) zur Reparatur. Er willigte ein, mich mitzunehmen. Aber den Bruder konnte er nicht mehr mitnehmen, das wäre für das Pferdchen zu schwer geworden. Wir wollten den Bruder überreden, heute noch hier zu bleiben und morgen mit jemand nach Hause zu fahren. Da standen ihm die Tränen in den Augen. Wir wären ja zusammen zu Fuß gelaufen, aber ich hatte ja schon 27 km hinter mir und stand vor Müdigkeit kaum auf den Beinen. Ich hätte diesen Weg nicht mehr geschafft. Endlich gab der Bruder seine Einwilligung, bis morgen hier zu bleiben. Der Traktorist und ich fuhren los. Aber nach ein paar Kilometern sahen wir den Bruder so ungefähr einen Kilometer hinter uns herlaufen. Mir blutete das Herz. Manchmal, wenn das Pferd im Trab trottete, lief auch der Bruder schneller. Fuhren wir im Schritt, ging auch er langsamer. Er sah ein, daß wir ihn nicht mehr auf den Wagen nehmen konnten. Er wollte aber auch nicht neben dem Wagen herlaufen, er hatte doch wohl Angst vor dem Traktoristen. Er hatte ihm ja versprochen, in der Brigade zu bleiben. Ich war kaum 10 Minuten zu Hause, als auch er ankam.

       Meine Familie empfing mich mit einer Traurigkeit und Armut, die ich mir gar nicht vorstellen konnte. Ich wußte ja, daß es zu Hause arm zuging, aber in solchen Maßen das ging über mein Vorstellungsvermögen. Als ich mich dem kleinen Häuschen näherte, das sie bewohnten, war die jüngste Schwester Lili gerade auf der Straße. Sie war 4 Jahre alt und sah aus wie ein kleines Mädchen aus einem Zeichenfilm. Am Leib hatte sie ein durch und durch geflicktes Kleidchen. Sie kannte mich von früher natürlich nicht, aber da in der Familie nur immer von mir gesprochen wurde, stellte sie sich vor, wer vor ihr stand. Als sie mich sah, begann sie zu weinen und lief nach Hause in den Hof. Dort empfing mich die Mutter mager wie ein Skelett und in einem ebenso geflickten Kleid wie das der kleinen Schwester; hier und da schimmerte die nackte Haut durch. Die älteste Schwester Lea (sie war 16 Jahre alt) war hoch gewachsen und schon ein reifes Mädchen. Aber genau so mager wie die anderen und auch so ärmlich gekleidet. Als letzter kam der Vater zum Vorschein. Er hatte gerade in der Küche gesessen und war dabei, mit einem Stück Draht einen alten Lederschuh zusammenzuheften. Der Vater war ganz grau im Gesicht, unrasiert und ganz geschwollen, so daß er sich nur mit Mühe fortbewegte. Richard, der andere Bruder, war nicht zu Hause, er war bei der Kuhherde hinterm Dorf. Es gab sofort ein Geheul, das herzzerreißend war. Auch ich und Vater weinten. Ich hatte Vater im März 1942 in die Trudarmee begleitet, war selbst im Dezember 1942 weggefahren, ohne zu weinen, aber diesen Empfang im Juni 1946 konnte ich nicht ohne Tränen überwinden, ein so trauriges Bild bot sich mir. Die Mutter fragte, ob ich wohl gar keine Sachen hätte, und ich mußte unter Tränen berichten, was mir unterwegs passiert war. Der Vater umarmte mich, versuchte, mich zu beruhigen und sagte: Hauptsache, wir sind wieder alle zusammen.

       Mein erster Gedanke, als ich auf unseren Hof kam, war: Warum bin ich hierher gekommen? Warum habe ich nicht auf die Leute gehört und habe meine Familie nicht in die Taiga geholt? Zu groß war die Sehnsucht nach Hause gewesen, zu groß der Haß gegen den Wald mit den Stechmücken und Schnaken. Auch habe ich mich geschämt, nach so vielen süßen Träumen jetzt in den Wald zurückzukehren. Der Vater hatte ja gefragt, ob es denn jetzt wohl zu spät wäre, wenn wir alle zusammen zurückfahren würden. Ich sagte: Ja, Date, es ist zu spät. Er verstand mich gut, und dieses Thema war abgeschlossen. An diese Stunde der damaligen Begegnung kann ich auch heute nicht denken ohne Tränen.

       Ich hatte lange zuvor geschrieben, daß ich nach Hause kommen würde. Die Mutter hatte wochenlang einen Eimer Kartoffeln aufgehoben, den sie von den Dorfbewohnern fürs Kühehüten bekommen hatten. Aber der Hunger war zu groß. Sie nahm dann jeden Tag eine Kartoffel aus dem Eimer und kochte der Familie eine Suppe aus Melde (Unkraut) mit etwas Milch geschmelzt, die sie auch fürs Hüten jeden Tag von den Leuten holten. Ich konnte diese Suppe nur mit großer Mühe hinunterschlucken. Die übriggebliebenen Kartoffeln wurden noch am selben Abend fast alle gekocht.

       Die erste Nacht schlief ich im Flur, wo auch die Hühner auf Stangen saßen. Es war ein schrecklicher Gestank, außerdem hatten die Hühner auch Läuse, Hühnerläuse, die mich auch die ganze Nacht hindurch peinigten. Ich stöhnte mehr, als ich schlief.

       Der Vater drängte darauf, daß ich schneller zum Kolchosvorsitzenden gehen und in die Brigade fahren sollte. Dort hätte ich wenigstens besseres Essen. Aber ich wollte nicht im Kolchos arbeiten, wo die Leute verhungerten. Ich ging erst mal zu Fuß nach Rubzowka, der nächstgelegenen Industriestadt. Dort traf ich mich mit meinem Busenfreund Fedja Saizew, der im Traktorenbauwerk als Schlosser arbeitete. Wir waren beide gleich alt, besuchten zusammen im Winter 1941-42 die 7. Klasse, im Sommer 1942 arbeiteten wir zusammen im Kolchos, mähten mit der Haspelmaschine Getreide. Er begleitete mich in die Trudarmee, er selbst wurde nach mir nach Rubzowka in die Berufsschule einberufen.

       Ich wollte bei meinem Freund auskundschaften, ob es möglich wäre, in der Stadt Arbeit zu finden. Nach mehreren Versuchen sagte er mir, daß es Arbeit überall genug gebe, sogar in seiner Abteilung im Werk. Aber ohne Paß sei nichts zu machen. Schweren Herzens mußte ich wieder zurück ins Dorf laufen. Erst dann meldete ich mich bei unserem Kolchosvorsitzenden. Der ging zum Kommandanten und vereinbarte mit ihm, daß ich zu Hause im Kolchos bleiben durfte. Dann fuhr ich in die Brigade. Der Kolchosvorsitzende gab sofort Anweisung, daß man unserer Familie 20 kg Weizen aus dem Kolchos gab, den ich selbst zur Windmühle brachte und dort mahlte. Jetzt ging es mit dem Leben in der Familie etwas bergauf, sie hatte ja jetzt auch einen anerkannten Arbeiter im Kolchos.






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